Querschnittsthema BNE

Vermeiden: Das Vermeiden von Abfällen hat oberste Priorität in der Abfallwirtschaft, denn der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Ziele der Abfallvermeidung sind die Reduzierung der Menge des anfallenden Abfalls und die Verlängerung der Lebensdauer von Produkten. Durch Abfallvermeidung werden zudem Ressourcen geschont.
Vorbereitung zur Wiederverwendung: Nach der Vermeidung steht in der Abfallhierarchie die Vorbereitung zur Wiederverwendung. Ein Beispiel für die Wiederverwendung die Weitergabe von Kleidern an Bedürftige oder Second Hand Geschäfte. Die Vorbereitung zur Wiederverwendung kann zum Beispiel das Reparieren oder Reinigen der Kleidungsstücke sein. Auch die Reinigung von Pfandflaschen bevor sie erneut befüllt werden, ist ein typischer Vorbereitungsschritt zur Wiederverwendung.
Stoffliche Verwertung: Die stoffliche Verwertung leistet einen direkten positiven Beitrag zum Klimaschutz. Durch sie werden Ressourcen geschont und Energie gespart. Aus Abfällen werden wertvolle Sekundärrohstoffe erzeugt. Beispiele für die stoffliche Verwertung sind die Verwertung von Papier zu Recyclingpapier oder die Verarbeitung von Grünabfällen zu Kompost.
Energetische Verwertung: Die energetische Verwertung hat den Hauptzweck Energie zu erzeugen. Nicht jede Verbren-nung von Abfällen zählt zur energetischen Verwertung, es muss ein bestimmter Heizwert erreicht werden. Die Verbrennung ohne Energierückgewinnung zählt zur Beseitigung.
Beseitigung: An unterster Stelle der Abfallhierarchie steht die Abfallbeseitigung. Nur Abfälle die nicht stofflich oder energetisch verwertet werden können, dürfen und müssen schadlos beseitigt werden. Hierzu stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung.

Die Umweltlern-Schule plus versteht sich als Baustein des umfassenden gesellschaftspolitischen Bildungskonzeptes „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE). BNE stellt die engen Beziehungen zwischen Lebensstil, Umweltqualität und einer gerechten Verteilung der Ressourcen in den Vordergrund. Dabei sollen die damit verbundenen, komplexen Themenbereiche nicht nur auf der Wissensebene vermittelt werden. Es geht vor allem darum, dem Einzelnen Fähigkeiten mit auf den Weg zu geben, die Zukunft aktiv und eigenverantwortlich mit zu gestalten. In diesem Zusammenhang spielen emotionale wie auch handlungsbezogene Komponenten der Bildung eine entscheidende Rolle.

Bestandteile einer Bildung für nachhaltige Entwicklung, die gestaltungskompetentes Entscheiden und Handeln ausmachen, sind

  • Erkenntnisse interdisziplinär gewinnen und danach handeln,
  • Wissen weltoffen aufbauen und neue Perspektiven integrieren,
  • vorausschauend denken und agieren,
  • kooperativ mit anderen planen und Ziele umsetzen,
  • sich selbst und andere motivieren, aktiv zu werden,
  • die eigenen Leitbilder und die anderer reflektieren.

Der Erwerb dieser Gestaltungskompetenzen erfordert einen Lernprozess, an dem die Lernenden aktiv und mit allen Sinnen beteiligt sind. Moderne umweltpädagogische Konzepte liefern hier vielfältige Methoden, die in die pädagogische Konzeption des Exkursionsangebotes einfließen.