Kreislaufwirtschaft

Rund 100 Mrd. Tonnen Rohstoffe werden diesem Planeten jährlich entnommen. Aber keine 8 % davon werden im wirtschaftlichen Kreislauf belassen. So landet Plastik in den Ozeanen, Elektroaltgeräte werden unter menschenunwürdigen Bedingungen von Kindern in Asien oder Afrika zerlegt und in Südamerika leben Menschen auf Mülldeponien von den Resten der Wegwerfgesellschaft. Das ist weder Umwelt- noch Klimaschutz.

Und wir wissen noch zu wenig: 92 Mrd. Tonnen Rohstoffe enden jedes Jahr irgendwo auf unserem Planeten. Auch wenn die Abfallwirtschaft in Deutschland gut organisiert ist, so zeigen diese Zahlen, dass noch viel zu tun ist. Auch die Wissenschaft führt uns unser Unwissen vor Augen, denn man weiß nicht, wo 92 Mrd. Tonnen Rohstoffe jedes Jahr landen. Zusätzlich produzieren wir das Klimagas C02 und tragen damit noch mehr zum Klimawandel bei.

Hier am Standort des Abfallwirtschaftsbetriebes Ahrweiler haben wir den Abfall direkt vor Augen. Die Frauen und Männer auf der Anlage arbeiten täglich mit den Abfallmengen und sind als Stoffstrommanager unsere systemrelevanten Alltagshelden, wenn sie dafür sorgen, dass der Abfall wieder wirtschaftlich eingesetzt werden kann. Die Kreislaufwirtschaft ist in Deutschland am Kreislaufwirtschaftsgesetz ausgerichtet. Das oberste Ziel ist es, alle Materialien, Stoffe oder Flüssigkeiten so lange wie möglich in der wirtschaftlichen Nutzung zu belassen. Daher gehören die Vermeidung von Abfällen, aber auch alle Formen der Weiterverwertung, wie Reparatur oder eine Verwendung in einem neuen Zweck ebenso zur Kreislaufwirtschaft. Die energetische Verwertung, also die Verbrennung von Abfällen, gilt nur in der Statistik noch als Verwertung. Tatsächlich soll mit der Verbrennung gefährliches oder giftiges Material aus dem Stoffstrom geholt und somit unschädlich gemacht werden. Recycling ist ebenso eine Methode, mit der Material wieder in die stoffliche Wiederverwendung gelangen kann. Aus Abfällen können wertvolle Sekundär-Rohstoffe gewonnen werden, so dass die natürlichen Ressourcen geschont und die Umweltbelastungen reduziert werden.

Unter Kreislaufwirtschaft verstehen die Experten heute nicht nur die Abfallwirtschaft. Der englische Begriff Circular Economy steht für eine umfassende ökonomische Theorie, deren Ziel ein Ende des Abfalls ist. Die Natur kennt keinen Abfall. Deshalb können wir von der Natur viel lernen. Das wollen wir am Standort der Umweltlernschule+ tun.

Das hat auch die Europäische Union erkannt und ein umfassendes Förderprogramm zur Entwicklung der Circular Economy gestartet. Die Gesetzgebung wird auch in Deutschland immer umfassender, um Umwelt- und Klimaschutz zu gewährleisten. Hier am Standort arbeiten wir mit den Experten der Kreislaufwirtschaft eng zusammen. Dadurch bleiben wir immer auf dem aktuellen Stand der Entwicklungen und können unserem Bildungsauftrag damit authentisch und mit viel Leidenschaft gerecht werden.